Auf dieser Seite finden Sie verschiedene Stellungnahmen zu unserem Internetangebot und zum Themengebiet. Wenn Sie selbst eine Stellungnahme abgeben möchten, dann finden Sie im Fußbereich dieser Seite den Verweis zum entsprechenden Online-Formular.
Stellungnahme 1 von 30:
Dagmar Uhl, Mutter - Bewerbungsprozess Physiotherapie für seherkrankte Tochter (Kampf seit 16 Jahren) Lernen lässt sich sehr viel von der hohen sozialen Kompetenz, besonderen Sensibilität im Umgang mit anderen, Kommunikationsmöglichkeiten mittels unkonventioneller Methoden (z.B. Theaterabende sehen und den Seherkrankten Bilder dazu gleichzeiig erzählend wiedergeben). Erhöht die eigene Schnelligkeit der Erfassung und gibt zugleich ein gutes Gefühl für jemanden etwas Gutes getan zu haben. Das eigene Durchhaltevermögen stärken. Selbst mit einer Einschränkung Ziel erreicht. Dann gelingt es mir doch auch. Alle integrierten Bereiche, besonders derartige Schulen, zeigen selbst wenn Hochbegabte mit leistungsschwachen und auch Menschen mit einer Einschränkung zusammen lernen und leben alle ihre Leistungs- und Lebensgrundlagen deutlich verbessern. Nicht zuletzt wird die Vielfalt unseres Lebens erhöht. Nur ganz kurz, was mir so gerade einfällt. Nicht zuletzt kann es JEDEN treffen (Unfall, Krebs, plötzliches Auftreten einer Erkrankung). Eine gute Integration bestärkt alle, dass bei vorgenanntem Auftreten eines solchen Falles nicht alles vorbei sein muss (auch beruflich nicht). Danke für die Möglichkeit hier sich eintragen zu können. Weiterhin allen viel Glück und Erfolg auf diesem für die Gesellschaft anscheinend so schwierigen Thema.
Stellungnahme 2 von 30:
Sehr geehrte Damen und Herren, alles schön und gut, was Sie wortreich verbreiten ! Informieren Sie doch bitte ausführlich die trotz Sehbehinderung aktiv am Arbeitsleben (=Wertschöpfungsprozess) teilnehmenden Arbeitnehmer !
Stellungnahme 3 von 30:

Ich freue mich über die Kampagne des Netzwerks. Das Motto ist gut gewählt. Unsere Einstellung - genau auf sie kommt es an. Einstellung, Blickwinkel beeinflussen, ob und was überhaupt gesehen wird. Vorurteile machen uns blind für die Wirklichkeit - und die sieht bei Menschen mit Behinderung meist anders aus als vermutet. Oft sind sie keineswegs weniger leistungsfähig als wir ohne Behinderung meinen - im Gegenteil. Und wenn doch, sollten wir immer wieder neu die Solidarität der Gemeinschaft ins Auge fassen, zu der wir als "Privilegierte", die Arbeitsplätze zu schaffen, fördern und verteilen vermögen, verpflichtet sind. Ich danke den Initiatoren der Kampagne, dass sie uns daran erinnert.
Herzlicher Gruß
Dr. Otto Hünnerkopf,
Mitglied des Bayerischen Landtages
Stellungnahme 4 von 30:

Mit seiner Aufklärungskampagne hat das "Netzwerk Berufliche Teilhabe (NBT)" eine erfolgreiche Initiative gestartet, um Menschen mit Behinderung eine Perspektive zu bieten. Es geht darum, ihre Berufschancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu stärken und zu verbessern.
Dieses Projekt zeichnet sich durch eine enge Vernetzung möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen aus. So erfahren Menschen mit Behinderung, dass sie ein integraler Bestandteil der Gesellschaft sind und erleben, dass unsere Gesellschaft sie braucht. Ich bin davon überzeugt, dass Menschen mit Handicap kompetente und leistungsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen sein können. Es kommt darauf an, dass wir ihre Fähigkeiten erkennen und ihre Potenziale bestmöglich fördern. Entscheidend dabei ist das persönliche Engagement vor Ort: Die Menschen, die sich im "NBT" engagieren, erfüllen die Idee der Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft und in die Arbeitswelt mit Leben. Dafür danke ich ihnen und spreche ihnen meine volle Anerkennung aus.
Ich wünsche dem "Netzwerk Berufliche Teilhabe" eine erfolgreiche Fortsetzung seiner Arbeit. Und ich wünsche den Menschen mit Behinderung viel Kraft, Unterstützung und Lebensfreude für ein eigenständiges und gleichberechtigtes Leben in unserer Gesellschaft und im Arbeitsleben.
Siegfried Schneider
Bayerischer Staatsminister
für Unterricht und Kultus
Stellungnahme 5 von 30:

Nur mit dem Herzen sieht man gut. Das Wesentliche ist für die
Augen unsichtbar
. So wie Antoine de Saint-Exupery
denken leider nur die wenigsten Personalverantwortlichen. Noch
immer begegnet die Beschäftigung blinder und sehbehinderter
Menschen Vorurteilen, die nicht selten auf Informationsmangel
und Berührungsängsten beruhen. Wer als Sehender plötzlich im
Dunkeln steht, fühlt sich im ersten Moment hilf- und
orientierungslos. Aus dieser Erfahrung glauben wir, auf
die Situation blinder oder sehbehinderter Menschen schließen
zu können. Zu Unrecht, wie das Beispiel der Justiz zeigt.
In allen Laufbahnen - ob als Richter, Staatsanwalt, Rechtspfleger, Servicekraft oder als Beamter in der Arbeitsverwaltung einer Justizvollzugsanstalt - leisten blinde und sehbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorragende Arbeit. Sie sind hoch motiviert und verfügen über eine exzellente Auffassungsgabe. Zwar wäre es unredlich, zu behaupten, dass es nicht an der einen oder anderen Stelle zu gewissen Erschwernissen kommen kann. Doch diese dürfen kein Hemmnis für eine Einstellung sein. Mit der Hilfsbereitschaft von Kollegen und moderner Technik lassen sich bestehende Barrieren nämlich ohne großen Aufwand überwinden.
Deshalb appelliere ich an alle Arbeitgeber, blinden und sehbehinderten Menschen eine reale Chance zu geben. Jeder Mensch hat das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an einer beruflichen Tätigkeit. Bislang existiert dieses Recht nur auf dem Papier. Es mit Leben zu füllen ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Ob wir sie meistern, ist letztlich eine Frage der Einstellung - Ihrer Einstellung!
Dr. Beate Merk
Bayer. Staatsministerin der Justiz
Stellungnahme 6 von 30:

Man sollte meinen, es sei heutzutage eine Selbstverständlichkeit,
dass alle Menschen ähnlich gerechte Chancen in Beruf und
Arbeitsmarkt haben. Dass dem nicht so ist, erlebe ich tagtäglich
in meiner Arbeit als Politikerin. Auch wenn das Leben nicht nur
aus Arbeit besteht (oder bestehen sollte), so trägt sie neben
der Sicherung des Lebensunterhalts doch zu einem großen Teil
dazu bei, unseren Platz in der Gesellschaft zu finden.
Der diskriminierende Ausschluss vom Arbeitsmarkt bedeutet daher
auch Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Es besteht überhaupt
kein Zweifel an der Leistungsfähigkeit von Menschen mit
Behinderung. Im Gegenteil können sie uns vielmehr mit der
Lebenserfahrung, die sie im Umgang mit Ihrer Behinderung gewonnen
haben, neue Perspektiven eröffnen und uns lehren, die Welt auf
eine andere Weise wahrzunehmen. Alle, die zum Beispiel schon
einmal ein "Dinner im Dunkeln" erleben durften, können dies
bestätigen.
Auch im Bereich der beruflichen Teilhabe von Menschen mit
Behinderung gilt also "Vielfalt bereichert alle". Weil
es aber nicht genügt, immer nur zu appellieren, setzen wir
Grünen uns seit Jahren erfolgreich auf politischer Ebene dafür
ein, dass Menschen mit Behinderung ein selbstbe-stimmtes Leben als
vollwertige Mitglieder der Gesellschaft führen können. Für die #
Integration in den Arbeitsmarkt konnten wir unter anderem eine
verbesserte Förderung der Ausbildungsmöglichkeiten und einen
Rechtsanspruch von Menschen mit Behinderung auf Arbeitsassistenz
durchsetzen. Außerdem haben wir dafür gesorgt, dass ein eigenes
Sozialgesetzbuch (SGB) für Menschen mit Behinderung verabschiedet
wurde, das sie aus dem Status bloßer Fürsorgeempfänger erhebt.
Im Bereich Mobilität konnten wir eine Einschränkung der Freifahrten
für Behinderte abwenden und mit dem Bundesgleichstellungsgesetz
den rechtlichen Rahmen für eine umfassende Barrierefreiheit
schaffen.
Trotz dieser Erfolge gibt es weiterhin noch viel zu tun,
weswegen ich mich sehr über die Initiative des Netzwerks
berufliche Teilhabe freue und meine Unterstützung zusage!
Christine Stahl, MdL
Rechtspolitische Sprecherin
Die Grünen im Bayerischen Landtag
Stellungnahme 7 von 30:

Menschen mit Behinderung die Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist eine sozialpolitische und humanitäre Aufgabe von großer Bedeutung. Beruflich eingegliedert zu sein, bedeutet für behinderte Menschen nicht nur Sicherung der Existenz, sondern auch Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, Stärkung des Lebensmuts und des Selbstbewusstseins. Beruf und Arbeit schaffen die Basis für eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben der Gemeinschaft. Dies gilt in ganz besonderer Weise auch für unsere blinden und sehbehinderten Mitmenschen, deren gesellschaftliche Eingliederung eng mit ihrer beruflichen Situation verbunden ist.
Menschen mit Behinderung profitieren nicht in dem Maße von
der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wie
nichtbehinderte Menschen.
Ich begrüße deshalb die Internetkampagne des Netzwerks
Berufliche Teilhabe. Diese Initiative kann einen wirksamen
Beitrag dazu leisten, das Bewusstsein der Öffentlichkeit
für die Belange behinderter Menschen wach zu halten und die
Teilhabechancen der Betroffenen zu verbessern.
Ich wünsche der Kampagne viel Erfolg in dem gemeinsamen
Bemühen, Menschen mit Behinderung berufliche und persönliche
Zukunftschancen zu eröffnen.
Christa Stewens
Bayerische Staatsministerin für
Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Stellungnahme 8 von 30:

Chancengleichheit ist für mich eine der wichtigsten Spielregeln für eine lebenswerte Gesellschaft. Einige Menschen haben es schwerer als andere - weil sie weniger Geld haben als andere, weil ihre Eltern nicht in Deutschland geboren sind oder weil sie blind oder sehbehindert sind. Wir alle sind dafür verantwortlich, dass auch sie ihre Chancen für ein selbstbestimmtes Leben bekommen.
Stellungnahme 9 von 30:
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Bayerischer Gesundheitsminister ist mir die Situation
der Blinden und Sehbehinderten bekannt, man schätzt
ca. 1,2 Mio. Betroffene in
Deutschland. In meinem Ressort ist vor allem die Prävention
ein wichtiges Thema; Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern und
Erwachsenen sind dabei wichtige Möglichkeiten,
Augenkrankheiten früh zu erkennen und teilweise auch deren
Fortschreiten aufzuhalten. Leider ist es in vielen Fällen
nicht möglich, einer Erblindung vorzubeugen oder eine
hochgradige Sehbehinderung in ihrem Fortschreiten zu stoppen.
Um so mehr verdienen die Betroffenen unseren Respekt, denen
es gelingt trotz dieses Handicaps an unserer Gesellschaft
teilzuhaben und sogar berufliche Perspektiven nutzen. Die
Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke leisten dabei
wertvolle Hilfe zur Integration von Blinden und
Sehbehinderten in das Arbeitsleben.
Mein Appell gilt allen Arbeitgebern, diese hoch motivierten
und in den unterschiedlichsten Richtungen qualifizierten
Mitarbeiter einzustellen und ihnen so eine berufliche Chance
zu geben. An uns alle möchte ich appellieren, Blinde und
Sehbehinderte als selbstverständlich anzunehmen und für
aktive Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe
behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft
einzutreten. Diese Aufklärungskampagne des
"Netzwerks für berufliche Teilhabe" ist ein wichtiger
Beitrag, um mit den Möglichkeiten moderner Medien
aufzuklären und zu sensibilisieren.
Zum Thema Internet
möchte ich noch anmerken, dass auch für Sehbehinderte das
Internet eine wichtige Informationsquelle darstellt und
Anbieter dabei die Barrierefreiheit ihrer Inhalte
hinterfragen müssen. Bei der Homepage meines Ministeriums
(www.stmugv.bayern.de) wurde darauf geachtet und eine
unabhängige Prüfung auf Barrierefreiheit hat mit 93,25
von 100 möglichen Punkten das Gesamturteil "gut zugänglich"
ergeben. Das bedeutet nicht, dass wir nachlassen dürfen,
unsere eigenen Bemühungen fortzusetzen, aber auch andere
zu motivieren, damit bei den neuen wichtigen
Informationstechnologien nicht neue Barrieren errichtet
werden.
Es grüßt Sie herzlich
Dr. Otmar Bernhard, MdL
Bayerischer Staatsminister für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz
Stellungnahme 10 von 30:

Ohne Arbeit zu sein, bedeutet für Menschen nicht nur
finanzielle Einbußen, sondern auch die bittere Erfahrung,
in der Arbeitswelt nicht gebraucht zu werden oder nicht
ausreichend qualifiziert zu sein. In dieser Situation stellt
die Integration von Menschen mit Behinderung eine besondere
Herausforderung dar.
Wir brauchen deshalb die Arbeitgeber, die gegen den Strom
der gängigen Musterprofile schwimmen und gerade den Menschen
eine Chance geben, die nicht dem landläufigen
"Ideal" eines Arbeitsnehmers entsprechen. Es gibt schon viele
ermutigende Beispiele, die aber noch längst nicht ausreichen.
Denn jeder Mensch verfügt über besondere Fähigkeiten, die
er im Erwerbsleben unter Beweis stellen möchte. Dass dies
keine Einbahnstraße ist, zeigt sich überall dort, wo Menschen
mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten: Sie lernen
fachliche und soziale Kompetenz voneinander im gemeinsamen
Arbeitsalltag.
Das Projekt "Netzwerk Berufliche Teilhabe (NBT)" will mit
seiner Kampagne möglichst viele auf das Thema "Integration
behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt" aufmerksam machen
und um Unterstützung werben.
Ich unterstütze diese Aktion, weil damit Weichen für die
Zukunft gestellt werden - für eine Arbeitswelt, in der
Menschen ohne und mit Behinderung ihren Platz haben, in der
nicht Defizite, sondern Fähigkeiten im Vordergrund stehen.
Alois Glück
Präsident des Bayerischen Landtags
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