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Björn Otto lebt in Kiel. Jeden Morgen macht er sich auf den Weg
zur Wasser- und Schiffahrtsdirektion Nord, wo er in der
Stabsstelle Arbeitssicherheit als Verwaltungsangestellter arbeitet.
Herr Otto ist auf seinem Weg nicht allein. Sein Führhund begleitet
ihn jeden Tag zur Arbeit, denn Björn Otto ist blind. Doch
behindern lässt er sich davon nicht. Er besuchte Regelschulen und
wollte auch seine Ausbildung in integrativer Weise machen.
Im Bewerbungsverfahren setzte er sich gegen 150 Mitbewerber durch
und bekam einen Ausbildungsplatz zum Verwaltungsfachangestellten
bei der Bundesverkehrsverwaltung im nichttechnischen Dienst.
Um die Ausbildung absolvieren und seine Arbeit verrichten zu
können, benötigt der junge Mann zwar einige Hilfsmittel, wie
einen PC mit Screenreader, eine
Brailletastatur, einen
Scanner mit Texterkennung und ein
Schwellpapiergerät. Doch diese "kleinen Helfer" waren
schnell beschafft.
Schwierigkeiten gab es eigentlich nur im Vorfeld, als
alles organisiert werden musste. Ansonsten ist er eine ganz normale
Arbeitskraft
, erklärt sein Ausbilder Wulf Kunstein.
Nach Abschluss der Ausbildung ist der 27-jährige nun in der
Stabsstelle Arbeitssicherheit tätig. Björn Otto hat Spaß an
seiner Arbeit.
Es ist eben alles ganz normal - außer, dass
ich nicht gucken kann
, sagt Björn Otto lachend.